Wolle aus Australien: Blutige Schur und Mulesing

Schockierende Videoaufnahmen zeigen, wie Schafe getreten, zu Boden gedrückt und verstümmelt werden.

Stand November 2015
Die Augenzeugen von PETA USA und den internationalen PETA-Büros stoßen in der internationalen Wollindustrie immer wieder auf schockierende Tierquälerei. Diese Videoaufnahmen stammen aus einer großen Schafsfarm in Australien – dem Land, das weltweit die meiste Wolle exportiert. Die Scherer sind grob, achtlos und gewaltsam. Sie stoßen die Schafe von der Schurrampe, werfen sie zu Boden, treten sie, verdrehen ihren Körper, stellen sich auf ihren Hals und so weiter.  Auf dieser Farm wurden ähnliche Tierquälereien aufgedeckt, wie wir sie in den letzten Jahren bereits in dutzenden Betrieben in Australien, den USA und Argentinien dokumentieren konnten.
Ein Scherer stellte sich dutzende Male auf das Gesicht eines Schafes und riss ihm dann eines seiner Hörner aus. Ein anderer Arbeiter trat ein Schaf mehrmals ins Gesicht und sagte zu dem verängstigten Tier: „Leg dich bloß wieder hin, du Mistvieh, ich bring dich um.“ Der Augenzeuge beobachtete den gleichen Arbeiter außerdem dabei, wie er seinen Finger in den Anus von zwei Schafen rammte, um sie die Rampe hinauf in den Schurstand zu treiben.

Blutige Schur und sterbende Tiere

Wie bereits auf anderen Farmen dokumentiert werden konnte, hinterlassen der grobe Umgang und die Achtlosigkeit der Scherer oft schlimme Wunden bei den Schafen.
Die schnelle, grobe Schur hinterließ bei diesem Schaf blutige Schnittwunden.
Ein Scherer fügte einem Schaf eine fast 30 cm lange Wunde zu, die aussah, als würde sie bis auf den Knochen durchdringen. Das Bein des Schafes war danach nur noch ein nässendes, blutendes Etwas. Dem Wissen des Augenzeugens zufolge, wurde dieses Schaf nie tierärztlich behandelt.
Ein Vorgesetzter schmetterte ein Lamm, welches PETA Morgan taufte, auf den Holzboden und warf das Jungtier dann zum Sterben in ein Gehege. Ein Scherer lachte über das sterbende Schaf, wie es im Dreck liegend um sich trat und krampfte.
Ein Schaf erlitt während der Schur scheinbar einen Herzinfarkt und starb kurz darauf. Ein Scherer machte sich einen „Spaß“ daraus, so zu tun, als würde er das Schaf wiederbeleben. Die Leiche des Schafes wurde dann an die Hunde des Vorgesetzten verfüttert. Ein weiteres Schaf wurde zu Boden gedrückt und Arbeiter schnitten ihm bei vollem Bewusstsein die Kehle durch. Nach der Schlachtung wurde das Schaf von den Mitarbeitern aufgegessen. Als ein Arbeiter den Kopf des Tieres mit dem Balg daran ins Feuer warf, scherzte ein Kollege: „Das war mein Umhang, du Idiot.“
Schafen wie diesem, welches PETA Alex taufte, wurden mit großen Scheren Fleischstücke vom Hinterteil abgeschnitten.
Der Augenzeuge konnte zudem das sogenannte Mulesing dokumentieren – eine grausame Verstümmelung, die in Australien noch immer an vielen Lämmern durchgeführt wird, obwohl die Industrie versprochen hatte, die Praktik auslaufen zu lassen. Ein Vorgesetzter und ein Arbeiter führten das Mulesing bei bis zu 80 Lämmern und Schafen pro Tag durch. Dabei werden mit großen Scheren Fleischstücke am Hinterteil der Lämmer abgeschnitten. Die Tiere winden sich dabei vor Schmerzen. Der Augenzeuge sah zu keinem Zeitpunkt, dass den Schafen Schmerzmittel verabreicht wurden

Helfen Sie den Schafen!

Unabhängig davon, woher Wolle stammt, ist sie stets ein Produkt aus tierquälerischer Haltung. Entscheiden Sie sich gegen den Kauf und das Tragen von Wollprodukten und fragen Sie in Geschäften gezielt nach Kleidung, in der keine Wolle verarbeitet wurde.

Unterschriften-Aktion:

Wollfrei-Versprechen

,

Ich verspreche hiermit, keine Wollprodukte zu kaufen oder zu tragen.

Ich sage „Nein“ zur tierquälerischen Schafschur, dem blutigen Mulesing und den grausamen Schwanzkürzungen und Kastrationen von Lämmern für die Erzeugung von Wolle. Ich verspreche, die schreckliche Wahrheit über Wolle zu verbreiten und Menschen und Firmen für das systematische Leid in der Wollindustrie zu sensibilisieren.
 


Derzeitige Erfolgsstatistik

Unterschriften bisher: 2.589
Helfen Sie uns 3.000 zu erreichen!

Jetzt unterschreiben!

* Pflichtangaben
Bitte füllen Sie das Formular vollständig aus.
 

Was Sie tun können

Helfen Sie uns, diesen Missbrauch zu stoppen
Die auf dieser Schaffarm dokumentierte Tierquälerei ist keine Ausnahme, sondern die Regel in der Wollbranche. Ähnlicher Missbrauch wurde von PETA bereits in Australien, Nordamerika, Südamerika und Deutschland festgestellt. Bitte helfen Sie den Schafen und kaufen Sie keine Wolle. Es ist ganz einfach: Schauen Sie auf das Etikett – steht dort „Wolle“, lassen Sie das Kleidungsstück den Schafen zuliebe bitte im Regal liegen, denn heutzutage kann jeder zwischen zahlreichen tierleidfreien Alternativen wählen. Neben Baumwolle bieten sich besonders Lyocell, Acryl, Polyester und Viskose an. Alle Fasern haben ein hervorragendes Wärmerückhaltevermögen und sind in jedem Bekleidungsgeschäft zu finden.