REACH: Das weltweit größte Tierversuchsprogramm fordert Millionen von Tierleben

Unterstützen Sie PETA beim Kampf gegen Tierversuche!

Stand Juni 2017
Update:
Über 109.000 Unterschriften haben die Unterstützer/-innen von PETA Deutschland und ihren europäischen Partnerorganisationen unter die Petition gegen das Tierversuchsprogramm gesetzt. Die Unterschriften wurden dem Präsidenten der Europäischen Kommission, Herrn Jean-Claude Juncker, sowie dem Direktor der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA), Herrn Geert Dancet zugesandt. Wir bedanken uns bei allen Unterzeichnern, die die EU dazu auffordern, ein weltweiter Vorreiter für fortschrittliche Wissenschaft zu werden, indem Tierversuche für Chemikalien beendet und verlässlichere, tierfreie Testmethoden umgesetzt werden.


Im Jahr 2006 verabschiedete die EU ein neues Gesetz, das unter dem Namen REACH bekannt wurde. Diese Verordnung verpflichtet Chemieunternehmen, Informationen über die gesundheitlichen und umwelttechnischen Gefahren nahezu jeder Chemikalie, die in Europa genutzt wird, vorzulegen. Das Gesetz fordert die Ergebnisse von Tierversuchen; wenn das jeweilige Unternehmen diese Ergebnisse nicht vorweisen kann, müssen neue Versuche durchgeführt werden. Die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) nahm 2007 die Umsetzung des REACH-Programmes auf.

Hintergrundinformationen

REACH (Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals) ist eine EU-Verordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung von Chemikalien, die 2007 in Kraft getreten ist. Eigentlich gestattet REACH Tierversuche nur als letzte verbleibende Möglichkeit. Doch bis 2010 wurden bereits über 200.000 Tiere Versuchen unterzogen, um die Bedingungen des Programms zu erfüllen. Schätzungen von PETA UK zufolge hat sich die Zahl bis 2016 auf über eine Million erhöht.
 
Die ECHA weist in Berichten aus, dass an unzähligen Mäusen, Kaninchen und Meerschweinchen schmerzhafte Haut- und Augenirritationstests sowie Hautallergietests durchgeführt wurden. Dabei werden den Tieren hohe Dosen Chemikalien in die sensiblen Augen geträufelt oder auf die rasierte Haut gerieben. Die Tests können Monate dauern, manchmal sogar die gesamte Lebensdauer eines Tieres, das jeden Tag mit Chemikalien vollgepumpt wird. In Reproduktions-Toxizitätstests werden Tiere geschwängert und mit Chemikalien zwangsgefüttert, um zu sehen, ob dadurch ihr Nachwuchs Anomalitäten aufweist oder stirbt. Für nur einen Test einer einzigen Chemikalie können über 2.500 Tiere missbraucht werden. Es ist daher anzunehmen, dass im Rahmen des REACH-Programmes in den folgenden Jahren Millionen Tiere leiden und sterben werden. Falls sich nichts ändert …
 
Doch nun wird REACH formal evaluiert. Die Zeit ist also reif, Europa dazu aufzufordern, eine Vorreiterrolle in Sachen tierfreie und innovative Forschung einzunehmen, indem die grausamen Tierversuche abgeschafft und ausschließlich durch progressive Testmethoden ersetzt werden, für die kein Tier leiden muss.

Was Sie tun können

Unterstützen Sie PETAs Petition an die europäischen Entscheidungsträger und teilen Sie die Petition mit Freunden und Bekannten.
Machen Sie sich auch gegen Tierversuche für Kosmetika durch die Hintertür stark.
Kaufen Sie bitte nur Kosmetika von Herstellern, die PETA Deutschland oder PETA USA schriftlich versichert haben, dass sie keine Tierversuche durchführen, in Auftrag geben oder dafür bezahlen.