Gabor: Leidvolles Leder aus Indien

Bitte fordern Sie Gabor zum Umstieg auf vegane Schuhe ohne Tierleid auf.

Stand August 2016
Der deutsche Schuhhersteller Gabor ist bekannt für seine Markenschuhe, für die das Unternehmen auch Leder aus Indien einsetzt. (1) Für ihre Häute müssen selbst heilige Kühe und Büffel in Indien die Tortur von überfüllten Transporten erleiden, bevor ihnen ihre Kehle in Schlachthäusern durchgeschnitten wird.

Appellieren Sie an Gabor, für seine künftigen Kollektionen auf vegane Lederwaren umzusteigen.

Bitte unterschreiben Sie die Onlinepetition an Gabor und bitten Sie das Unternehmen, den Lederhandel nicht weiter zu finanzieren und auf vegane Schuhkollektionen umzustellen.

Unterschriften-Aktion:

Vegane Schuhe und Tierschutz statt Leder

Sehr geehrter Herr Gabor,

die Marke Gabor ist weithin bekannt für die Herstellung hochwertiger Schuhe. Allerdings  verwenden Sie als Material hauptsächlich Leder, das Sie mitunter aus Indien beziehen. Vor-Ort-Ermittlungen von PETA und ihren Schwesterorganisationen konnten beweisen, dass die Kühe auf den Todesmärschen zu den Schlachthäusern immer wieder geschlagen werden. Tiere auf Lastwägen werden so zusammengepfercht, dass sie sich gegenseitig zerquetschen oder mit ihren Hörnern aufspießen.
 
Die angeblich „heiligen Kühe“ werden in Indien teils auf offener Straße gefangen und in illegale Schlachthäuser transportiert. Mangels Betäubung verbluten die Tiere nach dem Kehlenschnitt häufig bei vollem Bewusstsein. Die Häute der Kühe werden fälschlicherweise als die von Büffeln deklariert und zur Lederproduktion an Gerbereien weiterverkauft. Bitte verhindern Sie dieses Tierleid und setzen Sie bei künftigen Kollektionen auf vegane Lederwaren aus qualitativ hochwertigem Kunstleder oder Pflanzenfasern.

Vielen Dank

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Hintergründe

In Indien gelten Kühe für viele Hindus als heilige Tiere und dürfen in zahlreichen Bundesstaaten nicht geschlachtet werden. (2) Die Büffel, die zuvor meist Karren oder Pflüge ziehen müssen, genießen jedoch weniger Schutz. PETA India und Animal Rahat setzen sich seit Jahren gegen die Quälerei der sanftmütigen und sozialen Rinder ein, da viele Menschen das indische Tierschutzgesetz schlicht ignorieren.
 
Überfüllte Rindertransporte führen häufig zu Verletzungen bei den Tieren. © Animal Rahat

Qualvoller Transport

Den Tieren wird auf den Märkten vor dem Verkauf literweise Wasser eingeflößt, damit sie praller wirken und für mehr Geld verkauft werden können. Auch Kühe und viel zu junge Kälber werden entgegen den Gesetzen an Händler verkauft und auf überfüllte Lastwägen zum Schlachthaus gepfercht. (3) Dies führt häufig dazu, dass die Tiere übereinander fallen, aufeinander trampeln oder sich gegenseitig mit den Hörnern verletzen. Kühen, die auf Fußmärschen zusammenbrechen, wird Chili in die Augen gerieben, sie werden mit Stöcken geschlagen oder ihnen wird der Schwanz gebrochen, damit sie wieder aufstehen.
Auch abgemagerte Kälber werden häufig geschlachtet, um noch Profit aus ihren Häuten zu ziehen. © Animal Rahat
In indischen Schlachthäusern wird den Tieren vor den Augen ihrer Artgenossen und häufig bei vollem Bewusstsein ihre Kehle aufgeschnitten. © DanWatch

Illegale Kuhschlachtungen

Kühe werden selbst auf offener Straße gestohlen. Schätzungen zufolge existieren rund 30.000 illegale und unlizenzierte Schlachthäuser, die „heilige“ Kühe oder Kälber bei Nacht und Nebel töten und häuten. (4, 5) Arbeiter schneiden den Tieren häufig bei vollem Bewusstsein ihre Kehle auf. Die indischen Gerbereien haben keine systematische Kontrolle über die wirkliche Herkunft aller Rohhäute. Die illegalen Schlachter verkaufen die Häute einfach als Büffelhäute, um einer Verfolgung durch die indischen Behörden zu entgehen.

Leder aus Indien als Millionengeschäft

2015 hat Deutschland insgesamt 14.800 Tonnen Lederschuhe im Wert von rund 300 Millionen Euro aus Indien importiert. Diese Zahlen verdeutlichen, wie wertvoll die Rinderhäute für Gerbereien und Lederverarbeiter letztendlich sind. Ein importierter Lederschuh aus Asien kostete 2012 im Einkauf durchschnittlich 17 Euro. (6) Im deutschen Schuhhandel werden Lederschuhmodelle häufig für 100 Euro und mehr verkauft, damit Schuhmarken und Händler ihre Gewinne erzielen. So finanziert der Lederhandel und -kauf das blutige Geschäft in den weltweiten Schlachthäusern mit.

Was Sie tun können

Bitte finanzieren Sie den Lederhandel nicht weiter und steigen Sie auf vegane Schuhe, Taschen und Bekleidung um! Informieren Sie Ihre Freunde und Bekannte über das versteckte Tierleid hinter Leder und teilen Sie unsere Petition an Gabor.

Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit, damit wir noch mehr Menschen davon überzeugen können, dass Tiere nicht dazu da sind, für Handtaschen, Uhrenarmbänder, Schuhe oder andere Accessoires misshandelt und getötet zu werden.


 
Quellen:
1) Gabor: Umwelt. Rosenheim: Gabor AG. http://www.gabor.de/de/unternehmen/nachhaltigkeit/umwelt.html (29.07.2016).
2) The Indian Express (2015): The states where cow slaughter is legal in India. http://indianexpress.com/article/explained/explained-no-beef-nation/ (29.07.2016).
3) BR Kontrovers (2015): TV-Sendung: Die Story – Leder aus Indien. 11.11.2015. München: Bayerischer Rundfunk. https://www.youtube.com/watch?v=Gz2N-bKOuGQ (29.07.2016).
4) ARD Weltspiegel (2015): TV-Sendung: Indien – Schlachthöfe für die „Heilige Kuh“. 01.03.2015. Neu-Delhi: Südwestrundfunk. http://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/weltspiegel/sendung/swr/indien-heilige-kuh-100.html (29.07.2016).
5) Radunski, Michael (2013): Schlachtungen in Indien – Nichts mehr heilig. In: F.A.Z. online. http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/menschen-wirtschaft/schlachtungen-in-indien-nichts-mehr-heilig-12475751.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2 (29.07.2016).
6) Schuhe 2012/2013, Hrsg. Bundesverband der Schuh- und Lederwarenindustrie, Offenbach, 2013.