Fordern Sie H&M auf, kein Leder mehr zu verkaufen

Für Schuhe, Gürtel und Taschen aus Tierhäuten leiden Kühe, Umwelt und Arbeiter

Stand April 2017
H&M sagt, kein Tier solle im Namen der Mode leiden. Trotzdem verkauft das Unternehmen Leder – ein Produkt, das häufig von Kühen stammt, die unter extrem beengten Bedingungen gefangen gehalten wurden, krank waren und weder Nahrung noch Wasser hatten. Die Tiere werden gebrandmarkt, ihnen werden Schwanz und Hörner gekürzt und sie werden kastriert. All das geschieht normalerweise ohne jegliche Schmerzmittel. Außerdem transportiert man die Tiere hunderte Kilometer weit zu Mastbetrieben und Schlachthäusern, wo viele von ihnen noch bei lebendigem Leib gehäutet werden. 

Bitten Sie H&M, kein Leder mehr zu verkaufen

Die internationale Modekette sollte Tiere und die Umwelt respektieren und nur noch veganes Leder nutzen.

Unterschriften-Aktion:

Bitte stellen Sie den Lederverkauf umgehend ein

Sehr geehrter Herr Persson,

H&M sagt, kein Tier solle im Namen der Mode leiden. Doch die Millionen Kühe, deren Haut pro Jahr zu Leder verarbeitet wird, leiden unter Gefangenschaft, Enge, Krankheiten und der Aberkennung dessen, was wichtig für sie wäre. Sie werden gebrandmarkt, ihr Schwanz und ihre Hörner werden gekürzt und sie werden kastriert. All diese Prozeduren werden normalerweise ohne jegliche Schmerzmittel durchgeführt. Die Tiere werden über Hunderte Kilometer hinweg zu Mastbetrieben und Schlachthöfen transportiert, wo viele noch bei lebendigem Leib gehäutet werden.
 
Wie Sie wissen, ist die tierische Landwirtschaft – mit allen hergestellten Produkten, z.B. Leder – der größte Einzelverursacher von Treibhausgasen. Diese wiederum verursachen den Klimawandel. Außerdem ist die Lederindustrie Quelle einer ganzen Reihe an umweltschädlichen Chemikalien. Die Abwässer der Gerbereien vergiften Flüsse und Grundwasser. Zudem werden Tierhäute mit verschiedenen gefährlichen Substanzen chemisch behandelt, die Arbeiter und Konsumenten krank machen.
 
Tierhäute können schlichtweg nicht nachhaltig sein. Und das Tierleid in der Lederindustrie kann nicht ausgemerzt werden. Deshalb ist es bestenfalls unaufrichtig, anzugeben, sich „in Umwelt- und sozialen Fragen nachhaltig“ verhalten zu wollen und gleichzeitig Tierhäute zu verkaufen. H&M nutzt bereits innovative vegane Lederoptionen, die sich wie Tierhäute anfühlen und auch so aussehen, ohne dabei an Qualität einzubüßen. Bitte lassen Sie Ihren Worten Taten folgen und stoppen Sie den Verkauf von Leder umgehend.
 

Mit freundlichen Grüßen

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Gewalt auf Rinderfarmen

Arbeiter auf einer Rinderfarm in Brasilien, die JBS beliefert: Sie brandmarken Kälber mit Brandeisen im Gesicht. Die Tiere erhalten keine Schmerzmittel.

PETAs jüngste Ermittlung in der Lederindustrie von Brasilien hat gezeigt, dass sanftmütige Kühe und Bullen im Gesicht gebrandmarkt, mit Elektroschocks gequält und geschlagen werden. Die Tiere wurden in Schlachthäusern von JBS getötet, dem weltgrößten lederverarbeitenden Unternehmen. Diese Tierhäute landen später als Schuhe, Handtaschen oder Jacken in Deutschland und der ganzen Welt.


Tierqual im Schlachthaus
Systematische Fehlbetäubungen von Rindern hat PETA auch in Deutschland, Bangladesch oder Indien aufgedeckt. Im VION-Schlachthof in Bad Bramstedt in Schleswig-Holstein mussten Kühe mehrere Schüsse mit dem Bolzenschussgerät erleiden. In einer Bio-Schlachterei in Baden-Württemberg wurden Videoaufnahmen gemacht, wie einem Bullen bei vollem Bewusstsein, die Kehle aufgeschnitten wurde. Die Bundesregierung spricht bei der Schlachtung von bis zu 9 Prozent fehlbetäubten Kühen in Deutschland. (1)


Umweltzerstörung durch Farmen und Gerbereien
H&M gibt vor, den Umweltschutz ernst zu nehmen. Doch das Unternehmen verkauft noch immer Leder, obwohl es weiß, dass die tierische Landwirtschaft mit Waldrodungen für Weiden und Futterflächen und dem Methan sowie der Gülle von Kühen, einer der größten Einzelverursacher von Treibhausgasen der Erde ist.
 
Tierhäute müssen mit viel Chemie gegerbt werden, um die Häute haltbar zu machen. Zum Einsatz kommen gefährlichen Substanzen, wie z.B. Mineralsalze, Formaldehyd, Steinkohleteer sowie verschiedenen Ölen, Farben und Lacken. Deshalb weist das Grundwasser in der Nähe von Gerbereien auch erhöhte Werte giftiger Substanzen auf. Die Gerbereiarbeiter und Anwohner haben häufiger mit Krebs, Hautkrankheiten und Lungenerkrankungen zu kämpfen. Kunden in Deutschland leiden später an schweren chronischen Hautausschlägen, die durch das Chrom VI entstehen.
 
In der Hauptstadt Bangladeschs, Dhaka, gibt es über 150 Gerbereien, aber keine einzige Kläranlage. Deshalb werden giftige Chemikalien in Flüsse geleitet, wo sie Tiere töten und die öffentliche Gesundheit gefährden.


Mit veganem Leder in die Zukunft
H&M nutzt bereits innovative vegane Lederoptionen, die stylisch aussehen und sich weich anfühlen, ohne an Qualität einzubüßen. Immer mehr Verbraucher/-innen kleiden sich aus Umwelt- und Tierschutzgründen vegan. H&M sollte seine eigenen Aussagen hinsichtlich Ethik und Nachhaltigkeit ernst nehmen und ausschließlich veganes Leder verkaufen. Das würde das Unternehmen zu einem wahren Vorreiter der Modeindustrie machen.



Was Sie tun können:

Bitte appellieren Sie an H&M keine Lederprodukte mehr anzubieten und stattdessen auf Designs aus veganen Materialien zurück zu greifen.
 
  • Hinterlassen Sie eine Nachricht auf der Facebook-Seite von H&M.  
  • Hinterlassen Sie bei den Instagram-Posts des Unternehmens einen Kommentar und bitten Sie, den Verkauf von Leder einzustellen.
  • Sagen Sie H&M auf Twitter, dass der Verkauf von Leder nicht nachhaltig ist.
 
Informieren Sie auch Familie, Freunde und Bekannte, wie Tiere, Umwelt und Menschen für Schuhe und Handtaschen bei H&M leiden. Vielen Dank für Ihre Unterstützung.


 

Quellen:

(1) Deutscher Bundestag (2012): Tierschutz bei der Tötung von Schlachttieren. Antwort der Bundesregierung die Kleine Anfrage der Abgeordneten Bärbel Höhn, Friedrich Ostendorff, Undine Kurth (Quedlinburg), weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Berlin: Drucksache 17/9824. 15. 06. 2012. Online: dipbt.bundestag.de/doc/btd/17/100/1710021.pdf